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Infos über Hetjershausen
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# 05.07.2008 - 03:21:25
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Lage

Der Ort Hetjershausen liegt 240 Meter über N. N. westlich von Göttingen zwischen Knutbühren (im Norden) und Groß Ellershausen (im Süden) auf den flach geneigten, landwirtschaftlich intensiv genutzten Westhängen des Leinegrabens. Der Ortsteil ist von der A7 schnell zu erreichen.


Geschichte

Der Ort Hetjershausen wurde im Jahre 990 in einer Urkunde König Otto III. zum ersten mal unter dem Namen "Hatticheshuson" erwähnt. Wahrscheinlich hat die Siedlung aber schon viel früher bestanden. Als Beweise dafür können Funde dienen: westlich des Dorfes fand man Bruchstücke einer schweren Axt aus Gestein und im Gebiet des heutigen Hasenwinkels ein kleines Trapezbeil. Der Bergrücken zwischen Groß Ellershausen und Elliehausen, ein Gebiet fern der Heerstraßen, war für eine Ansiedlung ein gut geeigneter Platz.
Seit 1973 ist Hetjershausen Ortsteil der Stadt Göttingen.


Sehenswürdigkeiten

St. Marien Kirche
Um 1300 baute man einen Wach- und Wehrturm, einen fast quadratischen Bau (7,20m x 6,70m) mit einer Mauerstärke von ca. 1,70m im Erdgeschoss. Der darin befindliche Gewölberaum bot Schutz bei Gefahr und war zunächst auch Versammlungsort für gottesdienstliche Veranstaltungen. Das Kirchenschiff wurde erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts fertiggestellt. Der kunsthistorisch bedeutende, spätgotische Schnitzaltar wurde von dem bekannten südniedersächsischen Bildschnitzer Bartolt Castrop im Jahre 1508 angefertigt.



Jährliche Veranstaltungen

Thiefest (Mai oder Juni) des Verschönerungs- und Heimatvereins mit Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Schützen- und dem Sportverein.
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# 05.07.2008 - 03:31:45
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Zur Geschichte des Dorfes Hetjershausen

Bereits vor der ersten urkundlichen Erwähnung ist das Gebiet am westlichen Leinetalgraben um Hetjershausen herum besiedelt gewesen, wie die Funde aus dem Neolithikum (Bandkeramik) an der Springmühle (östlich des Dorfes) und im Bereich Hasenwinkel beweisen. Die Dorfgründung ist wahrscheinlich in der Zeit vom 6. bis 8. Jahrhundert erfolgt, was aus der Ortsnamen-Endung „-hausen“ geschlossen werden kann.


In den mehrmaligen Erwähnungen des Dorfes vom Mittelalter bis in die Neuzeit hat sich die Schreibweise des Dorfnamens mehrfach verändert, von Hatticheshuson über Hedgerishusen, Hettekeshusen, Hetkeshusen zum heutigen Namen Hetjershausen. Bereits seit dem ausgehenden Mittelalter gehörte Hetjershausen zum Gericht Harste, später zum Amt Harste. Nach der preußischen Kreisordnung kam Hetjershausen ab 1.4.1885 zum Landkreis Göttingen; seit der Eingemeindung in die Stadt Göttingen am 1.1.1973 ist das Dorf Ortsteil der Stadt Göttingen.


Die Kirche ist das älteste Gebäude im Ort mit einem Turm aus der Zeit um 1300, der wahrscheinlich als Wehr- und Wachtturm zu einer Landwehr gehörte. Ein bereits in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts angebautes Kirchenschiff wurde 1799 durch das jetzige Kirchengebäude ersetzt. Ein spätgotischer Altar des südniedersächsischen Altarschnitzers Bartold Kastrop aus dem Jahre 1509 ist eine besondere Kostbarkeit der Kirche.


Aufgrund der Höhenlage (240 m über NN) und der durchlässigen Gesteine in Untergrund (Muschelkalk) war die Versorgung von Mensch und Tier mit Wasser von alters her schwierig. Sie erfolgte aus verschiedenen Brunnen, die im Sommer manchmal trocken fielen. Erst im Jahr 1952 konnte der zeitweilige Wassermangel durch den Bau einer eigenen Wasserleitung behoben werden. Das Wasser als lebenswichtiges und knappes Gut ist indirekt im Wappen des Ortes verewigt, das den Klotzbrunnen (silber) mit blauem Himmel auf grünem Grund zeigt.


Bereits zweimal erfolgte eine Neuordnung der Feldflur (756 ha). Im Jahre 1881 wurde die erste Verkoppelung durchgeführt, und in der 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgte eine weitere Flurbereinigung mit Wegeausbau. Ab 1962 setzte eine stürmische Siedlungs- und Neubautätigkeit ein, die Neubaugebiete am Schlehenring, am Hasenwinkel, am Winterberg und am Bartold-Kastrop-Weg entstehen ließ, so dass die Einwohnerzahl von 252 im Jahr 1932 auf heute 1162 (2006) angestiegen ist.
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